Land + Leute

 

Lake Matheson mit Blick auf Mount Cook, Neuseelands höchsten Berg (Südinsel)
Lake Matheson mit Blick auf Mount Cook, Neuseelands höchsten Berg (Südinsel)

Neuseeland ist das Land, das am weitesten von uns entfernt liegt. Trotz seiner geringen Fläche von knapp 269.000 km² (im Vgl. Deutschland: 357.000 km²) bietet Neuseeland eine Vielzahl von Landschaftsformen: kilometerlange Strände, aktive Vulkane und dampfende Thermalgebiete, immergrüne Regenwälder und schneebedeckte Berge mit Gletschern und Skigebieten, zerklüftete Fjorde, weite Ebenen und grüne Hügelketten. Dabei befindet man sich nirgendwo in Neuseeland mehr als zwei Autostunden entfernt von der nächsten Küste.


Die Bewohner 

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Canyon Swing (169 m Fallstrecke) über dem Shotover River bei Queenstown (Südinsel)

Neuseeland ist geprägt durch eine Mischung britisch-europäischer Einflüsse und exotisch anmutender Maori-Kultur. Die Neuseeländer sind dafür bekannt, dass sie offen und freundlich sind und Gastschüler ganz selbstverständlich in ihr Alltagsleben aufnehmen.

Die „Kiwis“, wie die Neuseeländer sich oft selber nennen, lieben ihr Land und sind begeisterte Naturfreunde. Segeln ist eine weit verbreitete Leidenschaft genauso wie Wandern, Surfen, Kajak fahren, Höhlenklettern oder Bergsteigen. Es ist wohl kein Zufall, dass das Bungee Jumping in Neuseeland erfunden wurde!

Das Land ist nur dünn besiedelt. Die Bevölkerungszahl erreicht gerade die Vier-Millionen-Marke. Auf der gesamten Südinsel leben, vorwiegend entlang der Küsten, knapp eine Millionen Menschen. Die restlichen drei Millionen Neuseeländer verteilen sich über die Nordinsel, allein Auckland, die größte Stadt des Landes, hat eine Einwohnerzahl von ca. 1,3 Millionen.

Traditionelles Versammlungshaus der Maori, Waitangi Treaty Grounds, Paihia (Nordnisel)
Traditionelles Versammlungshaus der Maori, Waitangi Treaty Grounds, Paihia (Nordnisel)

Etwa 300.000 Einwohner rechnet man zu den Ureinwohnern, den Maoris. Neben ihnen und den über 200.000 Mischlingen bestimmen die Nachkommen der britischen Einwanderer am stärksten das Bild. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl anderer europäischer Auswanderer und deren Nachkommen sowie Immigranten aus dem asiatischen Raum.

Verkehrte Welt 

Weihnachten wird im Hochsommer und am liebsten am Strand gefeiert, mittags steht die Sonne im Norden und Ostern fällt in die Herbstferien. Viele Dinge sind etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man nach Neuseeland kommt – so auch das Fahren auf der „falschen“ Straßenseite, an das man sich jedoch schnell gewöhnt.

Imposante Pflanzen und keine gefährlichen Tiere 

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Farnwald im Abel Tasman National Park (Südinsel)

Mitten im Südpazifik gelegen, entwickelte sich die Natur aufgrund der isolierten Lage Neuseelands in eine ganz eigene Richtung. So gab es vor der Ankunft der Europäer keine Säugetiere – mit Ausnahme der Fledermaus – in diesem Land. Farne, groß wie Bäume, prägen noch heute weite Teile der Landschaft auch wenn viele Wälder der Schafzucht weichen mussten.

Ein schöner Nebeneffekt: Im Gegensatz zu Australien gibt es in Neuseeland keinerlei gefährliche oder giftige Tiere – so lassen sich Outdoor-Exkursionen ungestört genießen.


Klima 

sonnenaufgang
Sonnenaufgang über der Hawke’s Bay (Nordinsel)

Das Wetter in Neuseeland ist angenehm. Die Nordinsel ist klimatisch milder als die Südinsel. So findet man auf der Nordinsel ausgedehnte Weinanbaugebiete sowie Plantagen mit Orangen, Pfirsichen, Aprikosen und Äpfeln. In einigen Regionen friert es auch im Winter kaum einmal. Die Hawke’s Bay um Napier und die Region Nelson an der Nordspitze der Südinsel sind mit 2.500 bis 2.600 jährlichen Sonnenstunden die sonnigsten Regionen Neuseelands.

Die Südinsel beeindruckt durch große landschaftliche Unterschiede auf geringstem Raum. Zwar findet man auch hier warme Regionen mit Obst- und Weinanbau, doch ist das Klima insgesamt etwas kühler. Dominiert wird die Südinsel durch die Kette der Südalpen, ein imposantes Gebirge mit vielen interessanten Skigebieten.